Unrecht an Dou E(竇娥冤 Dou E Yuan)
Die Oper "Unrecht an Dou E" erzählt die traurigen Erlebnisse von Dou E, einer jungen Frau. Dou E's Mutter war gestorben, als sie noch sehr klein war. Durch die Armut gezwungen verkaufte Dou E's Vater sie als Kinderbraut der Familie Cai, um sich satt zu essen und warm zu kleiden. Nachdem Dou E's Mann an einer Krankheit gestorben war, lebte Dou E und ihre Schwiegermutter zusammen und waren aufeinander angewiesen. Dou E wurde fälschlicher Weise angeschuldigt, ihren Mann vergiftet zu haben. Der bestochene Richter ließ seine Gefolgsleute Dou E brutal foltern, die charakterfeste Dou E hat sich aber nicht ergeben. Als der Richter wußte, daß Dou E pietätvoll war, nutzte er diese Tugend aus und ließ seine Lakaien Dou E gegenüber ihre Schwiegermutter foltern. Da gestand die gutmütige Dou E zu Unrecht sämtliche Delikte und wurde zum Tode verurteilt. Die empörte Dou E hat vor ihrer Hinrichtung den Himmel- und Erdengott, die die herrschende Klasse symbolisieren, scharf verurteilt. Sie rief vor ihrem Tod den Wunsch auf einen großen Schneefall und eine drei Jahre lang andauernde Dürre in der Region aus. Nachdem Dou E hingerichtet wurde, fielen im Hochsommer große Schneeflocken vom Himmel herunter. Es folgt dann eine drei Jahre andauernde große Dürre. Ein Zeichen also für das Unrecht an Dou E. |