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Die Verkörperung des Legalismus - Han Feizi
    Datum:  06-18-2008 Quelle:  CRI    

Han Feizi war ein großer Philosoph und Gelehrter in der Zeit der streitenden Reiche (475-221 v. Chr.). Er begründete die Lehre des Legalismus und legte damit die theoretische Grundlage für die Schaffung des ersten einheitlichen, zentralisierten Vielvölkerstaats in der chinesischen Geschichte.

Han Feizi lebte im 3. Jahrhundert v. Chr. im Staat Han in den späteren streitenden Reichen. Sein Heimatland befand sich gerade in einer Krise und gemäß seiner patriotischen Gesinnung schlug Han Feizi dem Han-König mehrmals vor, Reformen durchzuführen. Seiner Meinung nach sollte der Aufbau der Wirtschaft und der Armee das wichtigste Ziel des Staates sein, jedoch ging der Han-König nicht auf seine Reformvorschläge ein. Basierend auf den Erfahrungen und den Lehren der Geschichte in Bezug auf Staatsaufbau und -verwaltung sowie den tatsächlichen Bedingungen in der Gesellschaft hat Han Feizi das berühmte Buch "Han Feizi" geschrieben, dem allerdings in seiner Heimat keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Qin Shi Huangdi, Kaiser des damaligen starken Staates Qin, gefiel das Buch jedoch sehr. Nachdem Qin das Reich Han besetzt hatte, wollte Qin Shi Huangdi Han Feizi eigentlich mit einer wichtigen Position in seinem Staat betrauen. Li Si,  Ministerpräsident von Qin Shi Huangdi, war ein Schulkollege von Han Feizi. Li Si wusste, dass Han Feizi bei weitem fähiger war als er selbst, und intrigierte daher gegen Han Feizi. Qin Shi Huangdi schenkte der Verleumdung Glauben und ließ Han Feizi ins Gefängnis werfen und letztlich vergiften.

In seinem Buch „Han Feizi“ werden die Grundlagen des Legalismus in 55 Abschnitten dargelegt. Von seinem Lehrer, dem Konfuzianer Xun Zi, übernahm Han Feizi die Ansicht, dass der Mensch von Natur aus schlecht sei. Er teilte aber nicht dessen Optimismus, dass sich der Mensch zum Besseren erziehen lasse. Vielmehr könne man ihn nur daran hindern, schlechte Taten zu begehen - durch Strafgesetze, die so unfehlbar und unausweichlich sein müssen wie das Gesetz der Natur. Den Angelpunkt seiner Lehre bilden das Gesetz (fa), die Methode des politischen Handelns (shu) und die Macht (shi). Den Kernpunkt der legalistischen Lehren bilden die Annahmen, Gesetze müssten für ausnahmslos jeden gelten, es handelt sich also um die Idee der Rechtsstaatlichkeit. Han Feizi vertrat die Meinung, dass Belohnung und Bestrafung der Schlüssel zur Wahrung der Macht sind. Han Feizi trat gegen die Doktrin "Zurück zum Alten" auf und legte großen Wert auf die Landwirtschaft und das Militär. Bauern und Soldaten galten für ihn daher als die wichtigsten Mitglieder der Gesellschaft.

Han Feizi beherrschte die Kunst des Argumentierens und Begründens. Sein Buch ist nicht nur ernsthaft und exakt formuliert, sondern auch humorvoll. In dem Buch "Han Feizi" hat er mit Hilfe von Fabeln und Anekdoten seine Argumente und Ideen sehr lebendig erläutert.


 

 
 
 
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